Sterne sind ein bisschen wie Lebewesen. Sie sind nicht einfach da – und immer schon gewesen – sondern sie sind entstanden. Als Kinder geboren, ein bisschen stürmisch in der Pubertät, ein konstantes gleichmäßiges Leben, und dann eine Phase des Alterns und des Erlöschen.

Es beginnt wie bei Ihnen unterm Bett. Die Staubmäuse. Das sind jene Staubknäuel, die durch geheimnisvolle Kräfte zusammenfinden. Auch bei den Sternen gibt es Nebel, und Staub, vielleicht auch aus den Überresten anderer Sterne, und diese Materie kann sich wegen der Schwerkraft zusammenziehen. Sie wird zu einer Kugel. Wenn genug zusammengekommen ist, steigt durch die Schwerkraft der Druck darin, und es kann dann passieren, dass die Kernfusion beginnt. Leichte Atomkerne werden zu schweren verschmolzen. Auch unsere Sonne erzeugt ihre Sonnenstrahlen durch das Fusionieren: Von Wasserstoff zu Helium. Diese Fusion „zündet“. Sie beginnt.

Es beginnt dann auch das gleichmäßige „brennen“, bis Wasserstoff zu neige geht. Und jetzt kommt es darauf an, wie schwer der Stern ist. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Er kann unter Umständen auch explodieren – in einer Supernova – wo sehr rasch sehr viel Energie frei wird, die dann auch weithin im Universum zu sehen ist. Reste von Sterne können dann abkühlen, vielleicht noch etwas leuchten. Wir sprechen von roten Riesen, weißen Zwergen, Neutronensternen, und so weiter. Das kommt dann wirklich darauf an, was genau passiert.


Text: Lothar Bodingbauer