Strahlung ist Energie, die von anderswo zu uns herankommt. Das kann einerseits in Teilchenform sein – ein drastisches Beispiel wäre das Nießen einer Person in Ihrer Umgebung. Oder es kann in elektromagnetischer Form sein – jemand hat ein Mobiltelefon in Ihrer Nähe, ein Röntgengerät, oder auch ionisierende Gammastrahlung, was wir wirklich ungern neben uns haben.

Im Weltraum ist das alles auch. Teilchen kommen von der Sonne zu uns. Elektronen, Protonen, die schnell und energiereich sind. Elektromagnetische Wellen in Form von Licht, Röntgenstrahlung. Und auch aus dem „Ausland“ im Weltraum kommt noch Strahlung, Klar, sonst würden wir ja nichts sehen von den anderen Sternen und Galaxien, oder nichts mit den Radioteleksopen aufnehmen können.

Die Strahlung aus dem Weltraum ist üblicherweise energiereich und könnte uns durchaus schaden, wenn es zu viel wäre. Wir haben auf der Erde das große Glück – oder einfach nur anders formuliert, eine gute Möglichkeit zu leben – weil die Erdatmosphäre die Strahlung aufnimmt. Manchmal beginnt sie dabei zu leuchten, das ist das Nordlicht (oder Polarlicht, weil es das auch auf der Südhalbkugel der Erde gibt). Es ist dabei das Magnetfeld der Erde, das eine Rolle spielt, warum es nur in den Gegenden um die Pole herum leuchtet. Nur dort dringen die Linien der Magnetfelder durch die Atmosphäre, und die geladen Teilchen, die vom Magnetfeld eingefangen werden, spiralisieren um diese (gedachten) Linien herum und werden zu den Polen transportiert. Je nach Ladung – plus oder minus – kommt man am Südpol oder am Nordpol an.

Weltraumstrahlung ist auch bei Flugzeugflügen zu beachten. Besonders im hohen Norden oder Süden – an den Polen. Das Bordpersonal sollte nicht zu stark dieser Strahlung ausgesetzt sein.


Text: Lothar Bodingbauer