Stellen wir uns doch eine Wasseroberfläche vor. Ein See. Ein Fluss. Du wirfst einen Stein hinein, und es gibt Wellen, die sich gleichförmig ausbreiten. Der Stein war ein Auslöser für die Wellen. Ähnliches bei Gravitationswellen. Hier geht es nicht um eine Wasseroberfläche, sondern um das Raum-Zeit-Gefüge des Universums selbst. Wenn sich dort etwas abspielt – ein Stein hineingeworfen wird, dann breiten sich Gravitationswellen aus. Es ist nur kein Stein, der hineingeworfen wird, sondern das Verschmelzen von zwei Schwarzen Löchern, die so eine Welle auslösen. Raum- und Zeit wird auseinandergezogen und wieder gestaucht. Das kann man messen, mit Interferenz. Ein Laserstrahl wird vor- und zurückgeschickt, er löscht sich aus, oder verstärkt sich, und wenn sich an dem Ganzen etwas ändert, kann man die Änderung in der Helligkeit des Lichts bemerken. Mittlerweile wurden schon mehrere Gravitationswellen gemessen.

Link zu Gravitationswellen bei Wikipedia und zu einem Gespräch über Gravitationswellen im Raumzeit-Podcast


Text: Lothar Bodingbauer