Warum ist die Banane gelb?

Warum ist die Banane gelb? Eine Banane ist gelb, obwohl sie nicht selbst leuchtet. Sie ist keine gelbe Lampe. Warum sehen wir sie trotzdem gelb?

Eine Banane ist gelb, weil sie aus dem weißen Licht viele Farben „schluckt“ (absorbiert) und den Rest zurückschickt (reflektiert). Die Farbe, die wir sehen, ist die Mischung des reflektierten Lichts: Gelb.

Wikipedia: Farbe | Licht | Spektrum | Absorption | Reflexion | Subtraktive Farbmischung | Additive Farbmischung | RGB-Farbraum | CMYK-Farbmodell

Begriffe: weißes Licht, Regenbogenfarben, Spektrum, reflektieren, absorbieren, Körperfarbe, subtraktive Farbmischung, additive Farbmischung, Komplementärfarbe, RGB, CMYK


Hintergrund

Weißes Sonnenlicht ist eine Mischung aus vielen Farben. Wenn dieses Licht auf einen Gegenstand trifft, passiert immer beides: Ein Teil des Lichts wird absorbiert (verschwindet im Material), und ein Teil wird reflektiert (kommt wieder heraus).

Die Farbe eines nicht leuchtenden Gegenstands nennt man Körperfarbe oder Materialfarbe. Wir sehen nicht „die Banane an sich“, sondern das Licht, das von der Banane in unser Auge reflektiert wird.

Subtraktive Farbmischung
Materialien „nehmen“ aus weißem Licht bestimmte Anteile weg. Was übrig bleibt und reflektiert wird, sehen wir als Farbe.

Bei der Banane werden die komplementären Anteile des gelben Lichts stark absorbiert: blau. Der Rest erscheint in seiner Mischung gelb.

Diese Art der Farbmischung heißt subtraktive Farbmischung: Vom weißen Licht werden Farben abgezogen (subtrahiert). Darum wird es beim Mischen von vielen Malfarben oft dunkel.

  • 1. Weißes Licht ist eine Mischung: Es enthält viele Wellenlängen (viele Farben).
  • 2. Die Banane absorbiert viel: Bestimmte Wellenlängen verschwinden im Material.
  • 3. Der Rest wird stark reflektiert: Dieses reflektierte Licht trifft unser Auge → wir sehen Gelb.

Wichtig: Bei Körperfarben ist „schwarz“ meistens ein Zeichen dafür, dass fast alles Licht absorbiert wird. „Weiß“ heißt: fast alles Licht wird reflektiert.

Additive und subtraktive Farbmischung

Bei der additiven Farbmischung geht es um leuchtende Dinge: Bildschirme, Beamer, farbige Lampen. Dort werden Lichtfarben zusammen addiert. Die Grundfarben heißen Rot, Grün, Blau (RGB). Rot + Grün + Blau zusammen wirkt weiß.

Bei der subtraktiven Farbmischung geht es um Körperfarben: Papier, Banane, Kleidung, Wandfarbe. Dort werden aus weißem Licht Anteile herausgefiltert. In Druckfarben nutzt man dafür oft Cyan, Magenta, Gelb (und zusätzlich Schwarz) → CMYK.

blauerhimmel
Farben messen:
In Spektren sieht man, welche Lichtanteile fehlen oder abgeschwächt sind.

Das gleiche Prinzip nutzt auch die Forschung: Wenn ein Gas oder ein Material bestimmte Wellenlängen absorbiert, fehlen diese im Spektrum. So kann man herausfinden, welche Stoffe vorhanden sind.

Fragen

  1. Warum ist eine Banane gelb, obwohl sie nicht leuchtet?
  2. Was bedeutet „absorbieren“ und was bedeutet „reflektieren“?
  3. Was ist der Unterschied zwischen additiver und subtraktiver Farbmischung?
  4. Warum wird es bei vielen gemischten Wasserfarben oft dunkel?
  5. Warum sieht eine Banane unter blauem Licht anders aus als bei Sonnenlicht?

Immer noch interessiert?

  1. Experiment: Beleuchte eine Banane einmal mit einer roten und einmal mit einer blauen Lampe. Wie verändert sich die Farbe?
  2. Warum haben manche Tiere ein anderes Farbsehen als Menschen (z. B. mehr Farbrezeptoren)?
  3. Zusatzfrage: Warum ist der Himmel blau? (Stichwort: Streuung in der Atmosphäre)

Wichtige Wörter: die Banane, die Farbe, das Licht, das Sonnenlicht, das Spektrum, die Wellenlänge, die Reflexion, die Absorption, die Körperfarbe, die Materialfarbe, die subtraktive Farbmischung, die additive Farbmischung, reflektieren, absorbieren, leuchtend, nichtleuchtend, gelb

Was muss ich mir merken?
Eine Banane ist gelb, weil sie aus weißem Licht bestimmte Farben absorbiert und alle anderen Anteile reflektiert. Körperfarben entstehen durch subtraktive Farbmischung. Leuchtende Farben (Bildschirm, Lampe) entstehen durch additive Farbmischung.