Ein Gas besteht aus Atomen oder Molekülen, die sich weitgehend frei im Behälter bewegen können. Was hier im Wort „weitgehend“ versteckt ist, ist folgendes: die Atome oder Moleküle können einander selbst ein wenig anziehen. Und sie könnten nicht punktförmig sein, sondern ausgedehnt. Im „idealen Gas“ denkt man sich diese sogenannten „Van-der-Waals-Wechselwirkungen“ zwischen den Atomen/Molekülen weg, oder man stellt sie sich als nicht vorhanden vor, und die Teilchen sind punktförmig, haben also keine Ausdehnung. Es gibt auch keine Rotation oder Vibration der Teilchen. Die ganze Sache ist ähnlich wie beim Fallgesetz, hier denkt man sich die Luft weg, dann findet man heraus, dass alle Teilchen, gleich welcher Masse, gleich schnell fallen. Beim idealen Gas studiert man die „Gasgesetze“, von denen es mehrere gibt. Sie verbinden Druck, Volumen und Temperatur des Gases, die sogenannten Zustandsgrößen.

