Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) bringt einmal pro Woche am Mittwoch eine dreiseitige Forschungsbeilage heraus: „Forschung und Technik“. Auf diesen Seiten werden aktuelle und spannende Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Themen kommen vorwiegend aus dem Bereich der Naturwissenschaften, der Medizin und der Technik. In einer Presseschau stellen studierende die interessantesten Inhalte einer solchen Ausgabe vor. Wie das geht, steht hier.
Schlagwort: Tun
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Wie viele Blätter sind auf einem Baum?
… und wie schwer sind sie? Alle zählen geht leicht im Herbst, wenn sie am Boden liegen, aber es geht noch einfacher. Abschätzen.
Wie viele dicke Äste, wie viele dünnere pro Ast, wie viele noch dünnere. Wie schwer sie sind, kann man sich überlegen, wenn man sie mit einem DIN A 4 Blatt vergleicht. Da weiß man ja, dass es zum Beispiel 80g pro Quadratmeter hat. Ein bisschen multiplizieren und fertig ist eine Idee, wie es sein könnte.
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Molekülmodelle mit Sauren Drops
Saure Drops und Zahnstocher eignen sich ganz hervorragend, Modelle von Molekülen herzustellen. Ob zwei- oder dreidimensional, beides ist möglich. Auch Projektionen sind darstellbar, und mit zwei Zahnstochern als Doppelbindungen können in der Folge auch Polymerisationsreaktionen dargestellt werden. Nach der Arbeit: essen.
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Kugelpackungen
Kugeln sind für sich schon interessant. Mehrere von ihnen aber zu stapeln ist gar keine so einfache Aufgabe. Zunächst rollen sie einmal davon, wenn man es versucht. Hindert man sie daran, gibt es nicht nur eine Möglichkeit, sie zu stapeln. Darüber hinaus sind auch verschiedene Arten von Pyramiden möglich – und spannend – nicht nur für Orangenhändler.
1000 Kugeln auf einem Haufen kann man kaufen, in Wien zum Beispiel bei Kugel Pompel. Kosten: ca. 35 Euro, eine 5 cm Stahlkugel ca. 15 Euro. Kann man sie stapeln? Es ergeben sich interessante Ideen und Erfolge. Die Rollreibung wird ganz nebenbei gelernt. Größere schauen sich das Konzept der dichtesten Kugelpackung näher an.
Link: http://www.3doro.de/e-kp.htm
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Tee kühlen
Wie lange dauert es, bis eine Tasse Tee von 95°C auf trinkfertige 50°C abgekühlt ist? Hier sind die Ergebnisse einiger Experimente:
- Nichts tun: 17 min
- Teelöffel hineinstellen 17 min
- 2 Löffel Zucker hineingeben 17 min
- Mit Teelöffel ständig rühren 16 ½ min
- Einen Schuss kalte Milch hineingeben 16 min
- Beschwören (gut zureden) 14 min
- Blasen und mit Löffel rühren 11 min
- 3 Eiswürfel hineingeben 9 min
- Föhnen (kalt, Stufe 1) 4 ½ min
- Föhnen (kalt, Stufe 2) 3 ¼ min
Bei der Erklärung der einzelnen Kühlarten sollten wir mit dem 1. Hauptsatz der Wärmelehre beginnen. „Wärme fließt von selbst von einer heißen in eine kalte Umgebung“. Das ist zwar nicht ganz der genaue Wortlaut, aber im Prinzip wissen wir, was gemeint ist. Irgendwo ist warmer Tee. Das Zimmer ist kühler. Wärme fließt vom Tee in die Umgebung.
Wir sehen uns einfach mal an, während wir auf die nächste kühle Tasse Tee warten, wie Wärme an die Umgebung abgegeben werden kann. Dazu stellt die Natur drei Arten zur Verfügung.
Möglichkeit 1: Wärmeleitung
Das heiße System steht in direktem Kontakt mit dem kühlen System. Du stehst am heißen Strand. Der Topf steht am heißen Herd. Die heiße Teetasse steht am Tisch. Ihre Wände berührt die Luft. Durch den direkten Kontakt können die bewegten Moleküle ihre Energie durch Stöße an die weniger heißen Moleküle übertragen. Das funktioniert unterschiedlich gut. Bei einer festen Tischplatte sehr gut. Bei Luft nicht gut. Sie isoliert ziemlich. Auch ein Pullover verhindert den schnellen Austausch der Energie, weil sich zwischen den Maschen viel Luft verfängt. Also: wer verhindern will, dass Tee kühlt, packt ihn ein. Wer es fördern möchte, schaut, dass er viel Kontakt mit kühleren Umgebungen hat.
Möglichkeit 2: WärmetransportHier wird wirklich heißes Zeugs vom heißen System weggebracht. Mit dem Lastwagen. Mit heißer aufsteigender Luft. Oder eben auch die heißen Moleküle des Tees direkt durch Verdampfung in die Umgebung. Eine Kühlung auf diese Art funktioniert sehr gut, weil ja immer die energiereichsten Moleküle genug Energie haben, sich loszureißen. Was bleibt, ist kühler. Allerdings: was bleibt. Wenn Moleküle verloren gehen, gibt’s weniger Tee.
Möglichkeit 3: Wärmestrahlung
Das ist das, was die Schlange im Dunkeln sieht. Für sie leuchtet die heiße Teetasse wie Sau. Wärmestrahlung ist elektromagnetische Strahlung, genau so wie Licht oder Radiowellen, aber nur im Infrarotbereich, also etwas energieärmer wie das noch sichtbare Rot. Wer verhindern möchte, dass Tee kühlt, verhindert diese Strahlung, wer es fördern möchte, der nimmt zum Beispiel eine schwarze Tasse, die viel Strahlung (der Sonne) aufnimmt, aber im Gegenzug auch viel Strahlung (des Tees) abgibt.
So. Jetzt ist es aber an euch. Ihr könnt jetzt sicher die obigen Teekühlmöglichkeiten super erklären, und vor allem auch erklären, warum es hilft, den Tee zu beschwören.
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Geheimdienstlich? Metar!
GCLP 141600Z 17012KT CAVOK 22/13 Q1018 NOSIG
GCLP 141530Z 17012KT CAVOK 22/13 Q1018 NOSIG
GCLP 141500Z 16012KT CAVOK 22/14 Q1019 NOSIG
GCLP 141430Z 16011KT 100V190 CAVOK 21/14 Q1019 NOSIG
GCLP 141400Z 16010KT 090V170 CAVOK 22/13 Q1019 NOSIG
GCLP 141330Z 15008KT 110V180 CAVOK 22/13 Q1019 NOSIG
GCLP 141300Z 14008KT 060V180 CAVOK 21/13 Q1020 NOSIG
GCLP 141230Z 14007KT 110V170 CAVOK 22/12 Q1020 NOSIG
GCLP 141200Z 15008KT CAVOK 21/13 Q1021 NOSIGWas bedeutet das? Wer kann das entschlüsseln?
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Hörtipp: Wie verspätet ist die Eisenbahn?
DRadio Wissen hat ein zehnmünigtiges Gespräch veröffentlicht, in dem die Statistikerin Katharina Schüller dem Redakteur erklärt, was man aus der Verspätungsstatistik der Deutschen Bahn herauslesen kann, und was nicht. Dieses Gespräch eignet sich hervorragend dazu, sich „etwas“ erklären zu lassen: Katharina Schüller kennt sich aus, der Redakteur hat das Gespräch super vorbereitet, geplant und durchgeführt. Das Gespräch hat einen Abschluss, eine Zusammenfassung.
Vorschlag für eine Einheit:
1) Schüler/innen arbeiten in Gruppen: sie sollen eine Strategie entwerfen, wie man die Frage „wie verspätet ist die Eisenbahn“ beantworten könnte. Sie dürfen sich dazu alle Daten wünschen, alle Fragen werden beantwortet, sie müssen diese Fragen nur finden.
Hinweis: in den Gruppen sollte zumindest definiert werden, was man unter Verspätung versteht, und ob ein Zug als verspätet gilt, wenn er am Endbahnhof verspätet eintrift, oder ob die Verspätungen an Haltestellen gemeint sind. Das ist die Aufgabe des Lehrers.
2) Präsentation der Strategien – jede Gruppe stellt vor.
3) Anhören des 10-minütigen Gesprächs: Link zum mp3-File
4) Interpretation: Verspätungen der ÖBB werden hier dargestellt. Was halten Sie davon? Stimmt das, nachdem Sie jetzt viel über Verspätungen wissen? Ist so eine Darstellung sinnvoll?
5) Debriefing: Die Schüler/innen notieren drei Punkte, die sie in ihrer eigenen Strategie verbessern könnten.
Hinweis: diese Vorgangsweise wurde in vier verschiedenen Kursen erprobt.
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Fallstudie: Hurrikan in Richtung New York
Wie werden Hurrikans gebildet, und wie unterschieden? Es geht um die Konzepte der Energierhaltung, der Thermodynamik und das Erkennen unterschiedlicher Geschwindigkeiten. Die genaue Formulierung und die präzise Unterscheidung der physikalischen Grundlagen wird geübt.
Dauer: 5 Einheiten, Gruppen, Individuelle Arbeit.
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Die erste Mondlandung
Lesen und recherchieren:
- Lesen Sie den Zeitungsbericht der Neuen Zürcher Zeitung vom 26. Juli 1968, und verschaffen Sie sich einen Überblick über den Vorgang der Mondlandung.
- Lesen Sie den Wikipedia Artikel zur Mondlandefähre.
- Lesen Sie den Erfahrungsbericht des Kommandanten der Mondlandung.
- Lesen Sie den Wikipedia Artikel Apollo 11.
- Versuchen Sie im Internet den existierenden Verschwörungstheorien auf die Spur zu kommen.
Sehen:
Die Astronauten Armstrong und Aldrin erreichen den Mond im Lunar Module „Eagle“ (der Adler). Trotz Mondstaub und Alarmmeldungen setzt der Adler sicher auf der Mondoberfläche auf: „The eagle has landed“. Link: http://youtu.be/Zd2D3MKX3YE
Schreiben:
Sie werden gebeten, für ein Kindermagazin einen Bericht zu schreiben, der das Thema „1. Mondlandung“ behandelt. Schreiben Sie so spannend und informativ wie möglich. Länge: 1000 Anschläge.
Beobachten:
Wo ist der Mond? Versuchen Sie ihn eine Woche lang jeden Tag einmal zu finden. Zeichnen Sie auf, wie er aussieht, und wie er morgen aussehen wird. Schreiben Sie auf, wo er ist, und wo er morgen sein wird.





