Kategorie: Tagebuch

  • Tee kühlen

    Tee kühlen

    Wie lange dauert es, bis eine Tasse Tee von 95°C auf trinkfertige 50°C abgekühlt ist? Hier sind die Ergebnisse einiger Experimente:

    • Nichts tun: 17 min
    • Teelöffel hineinstellen 17 min
    • 2 Löffel Zucker hineingeben 17 min
    • Mit Teelöffel ständig rühren 16 ½ min
    • Einen Schuss kalte Milch hineingeben 16 min
    • Beschwören (gut zureden) 14 min
    • Blasen und mit Löffel rühren 11 min
    • 3 Eiswürfel hineingeben 9 min
    • Föhnen (kalt, Stufe 1) 4 ½ min
    • Föhnen (kalt, Stufe 2) 3 ¼ min

    Bei der Erklärung der einzelnen Kühlarten sollten wir mit dem 1. Hauptsatz der Wärmelehre beginnen. „Wärme fließt von selbst von einer heißen in eine kalte Umgebung“. Das ist zwar nicht ganz der genaue Wortlaut, aber im Prinzip wissen wir, was gemeint ist. Irgendwo ist warmer Tee. Das Zimmer ist kühler. Wärme fließt vom Tee in die Umgebung.

    Wir sehen uns einfach mal an, während wir auf die nächste kühle Tasse Tee warten, wie Wärme an die Umgebung abgegeben werden kann. Dazu stellt die Natur drei Arten zur Verfügung.

    Möglichkeit 1: Wärmeleitung

    Das heiße System steht in direktem Kontakt mit dem kühlen System. Du stehst am heißen Strand. Der Topf steht am heißen Herd. Die heiße Teetasse steht am Tisch. Ihre Wände berührt die Luft. Durch den direkten Kontakt können die bewegten Moleküle ihre Energie durch Stöße an die weniger heißen Moleküle übertragen. Das funktioniert unterschiedlich gut. Bei einer festen Tischplatte sehr gut. Bei Luft nicht gut. Sie isoliert ziemlich. Auch ein Pullover verhindert den schnellen Austausch der Energie, weil sich zwischen den Maschen viel Luft verfängt. Also: wer verhindern will, dass Tee kühlt, packt ihn ein. Wer es fördern möchte, schaut, dass er viel Kontakt mit kühleren Umgebungen hat.

    Möglichkeit 2: Wärmetransport

    Hier wird wirklich heißes Zeugs vom heißen System weggebracht. Mit dem Lastwagen. Mit heißer aufsteigender Luft. Oder eben auch die heißen Moleküle des Tees direkt durch Verdampfung in die Umgebung. Eine Kühlung auf diese Art funktioniert sehr gut, weil ja immer die energiereichsten Moleküle genug Energie haben, sich loszureißen. Was bleibt, ist kühler. Allerdings: was bleibt. Wenn Moleküle verloren gehen, gibt’s weniger Tee.

    Möglichkeit 3: Wärmestrahlung

    Das ist das, was die Schlange im Dunkeln sieht. Für sie leuchtet die heiße Teetasse wie Sau. Wärmestrahlung ist elektromagnetische Strahlung, genau so wie Licht oder Radiowellen, aber nur im Infrarotbereich, also etwas energieärmer wie das noch sichtbare Rot. Wer verhindern möchte, dass Tee kühlt, verhindert diese Strahlung, wer es fördern möchte, der nimmt zum Beispiel eine schwarze Tasse, die viel Strahlung (der Sonne) aufnimmt, aber im Gegenzug auch viel Strahlung (des Tees) abgibt.

    So. Jetzt ist es aber an euch. Ihr könnt jetzt sicher die obigen Teekühlmöglichkeiten super erklären, und vor allem auch erklären, warum es hilft, den Tee zu beschwören.

  • Geheimdienstlich? Metar!

    Geheimdienstlich? Metar!

    GCLP 141600Z 17012KT CAVOK 22/13 Q1018 NOSIG
    GCLP 141530Z 17012KT CAVOK 22/13 Q1018 NOSIG
    GCLP 141500Z 16012KT CAVOK 22/14 Q1019 NOSIG
    GCLP 141430Z 16011KT 100V190 CAVOK 21/14 Q1019 NOSIG
    GCLP 141400Z 16010KT 090V170 CAVOK 22/13 Q1019 NOSIG
    GCLP 141330Z 15008KT 110V180 CAVOK 22/13 Q1019 NOSIG
    GCLP 141300Z 14008KT 060V180 CAVOK 21/13 Q1020 NOSIG
    GCLP 141230Z 14007KT 110V170 CAVOK 22/12 Q1020 NOSIG
    GCLP 141200Z 15008KT CAVOK 21/13 Q1021 NOSIG

    Was bedeutet das? Wer kann das entschlüsseln?

  • Podcast Tipp: Grenzen der Naturwissenschaft

    Gibt es unter Umständen Bereiche der Wirklichkeit, die sich nicht naturwissenschaftlich erfassen lassen? Im Philosophischen Radio von WDR 5 spricht Moderator Jürgen Wiebicke mit dem Theologen und Naturwissenschafter Frank Vogelsang eine schöne Stunde lang über mögliche Grenzen der Naturwissenschaft. Spannend und interessant. Link zur Sendung

  • Liebe Hörer/innen der Physikalischen Soiree!

    Wir sind im Jahr 2012 angekommen. Seit 1997 gibt es die Physikalische Soiree. Das ist eine feine Sache, und wir freuen uns sehr. In den kommenden Wochen gibt es einige Änderungen, die einerseits im Bereich der Feinabstimmung auf dieser Seite liegen, andererseits aber auch gravierende Neuerungen: wir wollen für Schulen alternative Lernformen mit naturwissenschaftlichen Themen anbieten, andererseits auch für physikinteressierte Anfänger/innen hübsche Grundlageninformationen zusammenstellen. Und dann soll sich auch die Sendung selbst in diesem Jahr etwas wandeln, von der Berichterstattung hin zum Gespräch mit Wissenschafter/innen, die oft so weit von unseren Ohren entfernt werkeln, aber sehr interessante Zusammenhänge gut erklären können, wenn man sie nur danach fragt. Das werden wir tun!

    Lassen Sie sich überraschen und schauen Sie wieder einmal vorbei. Sollten Sie den Podcast der Physikalischen Soiree abonnieren wollen, dann geht das am besten über iTunes, aber auch über jedes andere Podcast System.

    Ein gutes neues Jahr wünschen Ihnen
    die Mitarbeiter/innen der Physikalischen Soiree.

  • Das Wetter in San Francisco

    Das Wetter in San Francisco

    Das Bild zeigt den Himmel in San Francisco – ein Bild pro Tag, insgesamt 365 Bilder, somit ein ganzes Jahr, Uhrzeit jeweils um 7:47. Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeiten, dass es in San Francisco morgen regnet, bewölkt sein wird, die Sonne scheint.

    Link zum Video

  • Podcast Tipp: Emilie du Châtelet

    SWR2 Wissen – Emilie du Châtelet (1706 – 1749): Die „erste Naturwissenschaftlerin“, eine Gefährtin Voltairs. Ein hingebungsvolles Portrait von Marianne Thoms mit spannender Dramaturgie und unfassbarem Ende. 30 Minuten.

    Link zu SWR2-Wissen

  • Hörtipp: Risikoblindheit

    Hörtipp: Risikoblindheit

    Was ist Risiko? Jeder hat ein Gefühl. Ob es richtig ist, kann man herausfinden. Durch nachdenken und zuhören.

    1) Arbeitsblatt: 5 Fragen zum Thema Risiko, 10 Minuten. Es geht um das Bauchgefühl in dieser ersten Runde, nicht um detaillierte Erklärungen. Link zum Arbeitsblatt

    2) Gespräch hören: 25 Minuten. Der Risikoforscher Gerd Gigerenzer stellt dem Moderator genau diese Fragen, der Moderator versucht zu antworten, die richtige Antwort wird nachvollziehbar durchdiskutiert. Link zur Sendung

    Immer noch interessiert?

    Weitere Lernprojekte im Themenfeld „Risiko“ finden Sie auf den Internetseiten von Österreich 1 macht Schule. Dort gibt es zu einer halbstündigen Radiosendung über Risiko und das Gesetz der großen Zahl Vorschläge für Aktivitäten im Unterricht. Link zur Seite.

    Link zu ScienceBlogs Artikel: Risikowahrnehmung – wenn man vor den falschen Dingen Angst hat.“

  • Podcast Tipp: Naturwissenschaften in der Schule

    Großartige Radiosendung im Programm SWR2 Wissen: Vom Atom zum Atomkraftwerk. Naturwissenschaften in der Schule. Es spricht der Kognitionswissenschaflter Ralph Schuhmacher, wie Kinder mit Experimenten und Diskurs zur Naturwissenschaften finden können. Link zur Sendung

  • Hörtipp: Wie verspätet ist die Eisenbahn?

    Hörtipp: Wie verspätet ist die Eisenbahn?

    DRadio Wissen hat ein zehnmünigtiges Gespräch veröffentlicht, in dem die Statistikerin Katharina Schüller dem Redakteur erklärt, was man aus der Verspätungsstatistik der Deutschen Bahn herauslesen kann, und was nicht. Dieses Gespräch eignet sich hervorragend dazu, sich „etwas“ erklären zu lassen: Katharina Schüller kennt sich aus, der Redakteur hat das Gespräch super vorbereitet, geplant und durchgeführt. Das Gespräch hat einen Abschluss, eine Zusammenfassung.

    Vorschlag für eine Einheit:

    1) Schüler/innen arbeiten in Gruppen: sie sollen eine Strategie entwerfen, wie man die Frage „wie verspätet ist die Eisenbahn“ beantworten könnte. Sie dürfen sich dazu alle Daten wünschen, alle Fragen werden beantwortet, sie müssen diese Fragen nur finden.

    Hinweis: in den Gruppen sollte zumindest definiert werden, was man unter Verspätung versteht, und ob ein Zug als verspätet gilt, wenn er am Endbahnhof verspätet eintrift, oder ob die Verspätungen an Haltestellen gemeint sind. Das ist die Aufgabe des Lehrers.

    2) Präsentation der Strategien – jede Gruppe stellt vor.

    3) Anhören des 10-minütigen Gesprächs: Link zum mp3-File

    4) Interpretation: Verspätungen der ÖBB werden hier dargestellt. Was halten Sie davon? Stimmt das, nachdem Sie jetzt viel über Verspätungen wissen? Ist so eine Darstellung sinnvoll?

    5) Debriefing: Die Schüler/innen notieren drei Punkte, die sie in ihrer eigenen Strategie verbessern könnten.

    Hinweis: diese Vorgangsweise wurde in vier verschiedenen Kursen erprobt.

  • Podcast Tipp: Kulturelle Vielfalt im Klassenzimmer

    Kulturelle Vielfalt ist die Normalität im Klassenzimmer, und keine Ausnahme. Sagt die deutsche Bildungswissenschafterin Yasemin Karakaşoğlu. Sie bringt im Gespräch mit Ralf Caspary von SWR2-Aula konkrete Vorschläge, wie man im Unterricht damit umgeht. Link zur Sendung: Mustafa sitzt neben Klaus, SWR2 Aula