Kakteen aus Samen zu ziehen ist eine langsame und ruhige Tätigkeit.
Zuerst besorgen wir Kakteensamen, zum Beispiel von von Kakteen Haage oder Kakteen Uhlig, außerdem Erde und kleine Töpfe.
Die Samen brauchen Licht zum Keimen und dürfen deshalb nicht eingegraben werden. Sie werden auf die Erde gelegt, leicht angedrückt und mit einer dünnen Schicht Quarzkies bedeckt. Anschließend besprühen wir die Oberfläche mit einer Schachtelhalm-Lösung, die die Pflanzen stärkt und vor Pilzen schützt. Gegossen wird von unten, indem sich die Töpfe mit Wasser vollsaugen.
Danach beginnt das Warten. Kakteen wachsen langsam und brauchen Geduld und Zuwendung. Es hilft, genau zu beobachten, was sich verändert, und diese Beobachtungen festzuhalten, zum Beispiel in einem Nature Journal. So lernen wir, kleine Entwicklungen wahrzunehmen und über längere Zeit dranzubleiben.
Nach einigen Wochen zeigen sich die ersten Pflanzen. Zuerst erscheinen zwei kleine Keimblätter. In ihrer Mitte beginnt sich der eigentliche Kaktus zu bilden, der langsam größer wird und seine typische Form entwickelt – als kleine Kugel oder als Säule mit ersten Stacheln. Die Pflanzen sind da.