Ein Flugzeug fliegt, wenn der von den Tragflächen erzeugte Auftrieb größer ist als sein Gewicht und der Antrieb den Luftwiderstand überwindet. Der Auftrieb entsteht nur, wenn sich das Flugzeug relativ zur Luft bewegt. Man nennt ihn deshalb dynamischen Auftrieb.
(mehr …)Autor: Redaktion
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Wie weiß ich, was ich weiß?
Arten des Erkenntniserwebs
1. Selbstwahrnehmung / unmittelbare Erfahrung. Beispiel: Ich weiß, dass ich müde bin, weil ich es gerade spüre. Allgemein bedeutet diese Art der Erkenntnis, dass man etwas direkt über den eigenen Körper oder die eigenen Gedanken weiß. Niemand anders kann das von außen überprüfen. Diese Erkenntnis ist sicher für die Person selbst, aber nicht unbedingt von außen kontrollierbar.
2. Alltagswissen / Hausverstand. Beispiel: Ich weiß, dass Feuer heiß ist, weil ich das schon oft erlebt habe. Allgemein entsteht Alltagswissen durch wiederholte Erfahrungen im täglichen Leben. Es ist praktisch und schnell verfügbar, kann aber auch falsch sein oder auf Gewohnheiten beruhen. Alltagswissen braucht nicht zitiert zu werden.
3. Beobachtung. Beispiel: Ich sehe, dass ein Apfel vom Tisch fällt. Allgemein beruht diese Erkenntnis darauf, dass man etwas mit den Sinnen wahrnimmt. Beobachtungen liefern wichtige Informationen, können aber täuschen und sind oft nicht systematisch geprüft.
4. Experiment / naturwissenschaftliche Erkenntnis. Beispiel: Ich messe, wie lange ein Ball fällt, und vergleiche mehrere Versuche. Allgemein bedeutet diese Erkenntnisform, dass man gezielt Bedingungen verändert und misst. Sie ist überprüfbar und wiederholbar und zentral für die Naturwissenschaften.
5. Logisches Denken und Schlussfolgern. Beispiel: Wenn alle Menschen sterblich sind und Sokrates ein Mensch ist, dann ist Sokrates sterblich. Allgemein entsteht diese Erkenntnis durch Denken und Ableiten. Sie ist unabhängig von Erfahrung, setzt aber richtige Ausgangsannahmen voraus.
6. Wissenschaftlicher Konsens. Beispiel: Ich weiß, dass die Erde sich um die Sonne bewegt, weil sich die Wissenschaft darauf geeinigt hat. Allgemein beruht diese Erkenntnis auf vielen Untersuchungen und Übereinstimmungen in der Forschung. Sie gilt als sehr zuverlässig, ist aber grundsätzlich vorläufig, nicht beweisbar aber unbedingt widerlegbar.
7. Autorität und historische Quellen. Beispiel: Ich weiß, dass Napoleon gelebt hat, weil es historische Aufzeichnungen gibt. Allgemein entsteht diese Erkenntnis durch Vertrauen in Fachleute, Lehrbücher oder Dokumente. Sie ist notwendig, aber abhängig von der Qualität der Quellen.
8. Medienwissen. Beispiel: Ich weiß von einem Ereignis, weil ich es in den Nachrichten gesehen habe. Allgemein stammt diese Erkenntnis aus Zeitungen, Fernsehen oder Büchern. Sie ist vermittelt und muss kritisch geprüft werden.
9. Soziale Medien und digitale Inhalte. Beispiel: Ich glaube etwas, weil ich es in einem Video auf TikTok gesehen habe. Allgemein entsteht diese Erkenntnis durch kurze, oft emotionale Inhalte. Sie verbreitet sich schnell, ist aber besonders anfällig für Fehler und Desinformation.
10. Intuition und Bauchgefühl. Beispiel: Ich habe das Gefühl, dass eine Situation gefährlich ist. Allgemein ist Intuition eine schnelle Einschätzung ohne bewusstes Nachdenken. Sie kann hilfreich sein, ist aber nicht zuverlässig überprüfbar.
11. Glaube und Offenbarung. Beispiel: Ich glaube, dass Gott die Welt erschaffen hat. Allgemein beruht diese Erkenntnis auf religiösem Glauben oder spirituellen Überzeugungen. Sie ist sinnstiftend, aber nicht empirisch überprüfbar.
12. Normatives Wissen (Werte und Regeln). Beispiel: Ich weiß, dass alle Menschen gleiche Rechte haben sollen. Allgemein geht es hier um Regeln, Gesetze und moralische Werte. Diese Aussagen sind nicht wahr oder falsch im naturwissenschaftlichen Sinn, sondern gelten aufgrund von Vereinbarungen.
13. Konventionelles oder definitorisches Wissen. Beispiel: Ein Würfel hat sechs Seiten, weil wir ihn so definieren. Allgemein entsteht diese Erkenntnis durch Festlegungen und Definitionen. Sie ist innerhalb eines Systems eindeutig, aber nicht durch Beobachtung entstanden.
14. Metaphysische oder spekulative Erkenntnis. Beispiel: Es gibt keine Geister. Allgemein handelt es sich um Aussagen, die prinzipiell nicht endgültig überprüft werden können. Sie beruhen auf Weltbildern oder philosophischen Annahmen.
15. Introspektives Wissen über Einstellungen. Beispiel: Ich weiß, dass ich Physik mag. Allgemein beschreibt diese Erkenntnis persönliche Vorlieben und Meinungen. Sie ist für die Person selbst gültig, aber nicht objektiv überprüfbar.
Probleme:
- Man kann die Nichtexistenz von Sachen/Dingen/Ideen nicht beweisen.
- Wissenschaftliche Aussagen müssen widerlegbar sein. Man kann sie nicht vollständig beweisen. Das macht aber auch nichts, so ist Wissenschaft definiert.
- Als wahr gilt, was widerlegbar ist, und noch nicht widerlegt wurde. Im Sozialen ist Wahrheit ein Konstrukt: meine Wahrheit, deine Wahrheit, wie es „wirklich war“ und wie es in den Büchern steht.
- Viele Aussagen sind Behauptungen mit Wahrheitsanspruch. Daran haben wir uns gewöhnt. Obwohl sie nicht beweisbar sind, sind sie doch die beste Version der Geschichte, weil viele Menschen schon versucht haben, sie zu widerlegen, und es ist ihnen nicht gelungen.
- Wenn man etwas nicht beweisen kann, heißt das nicht, dass jede andere Erklärung genauso gut ist. Wissenschaftliche Beschreibungen wurden schon vielfach angegriffen, haben die Angriffe aber überlebt. Somit sind sie besser als andere.
Quelle: LB / Bearbeitung mit Chat-GPT5.2
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Wahr oder falsch?
Physik | 2026 | BOD | www.phyx.at
Behauptungen sind Aussagen mit Wahrheitsanspruch
Sind die folgenden Behauptungen Ihrer Meinung nach wahr oder falsch?
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10 Fehlschlüsse
Hasty Generalization (voreilige Verallgemeinerung): Aufgrund weniger Einzelfälle wird auf eine allgemeine Regel geschlossen. Aus wenigen Beobachtungen wird ein universelles Urteil gebildet.
Strohmann-Argument (Strohmann-Trugschluss): Die Position einer Person wird verzerrt oder übertrieben dargestellt, damit sie leichter anzugreifen ist. Man greift also einen „Strohmann“ statt das tatsächliche Argument an.
Slippery Slope (Dammbruchargument): Es wird behauptet, eine kleine Änderung ziehe zwangsläufig eine Kette von dramatischen Folgen nach sich, ohne stichhaltig zu begründen, warum dies so sein sollte.
Ad hominem: Statt inhaltlich auf ein Argument einzugehen, attackiert man die Person selbst („Du bist nicht kompetent“, „Du hast keine Ahnung“ etc.). Das sagt nichts über die Richtigkeit ihres Standpunkts aus.
Zirkelschluss (Circulus in demonstrando): Eine Behauptung wird durch die gleiche Behauptung begründet. Man dreht sich im Kreis, ohne ein unabhängiges Argument vorzubringen.
Berufung auf (fragwürdige) Autorität (Argumentum ad verecundiam): Jemand stützt sein Argument auf eine (angebliche) Autorität, ohne zu prüfen, ob die Autorität wirklich Expertise in dem betreffenden Gebiet hat oder ob das Argument sachlich gut begründet ist.
Cum hoc ergo propter hoc: Bedeutet „mit diesem, also deswegen“. Hier wird behauptet, zwei gleichzeitig auftretende Phänomene (Korrelation) stünden in einer kausalen Beziehung, ohne dass dies belegt wäre.
Post hoc ergo propter hoc: Bedeutet „danach, also deswegen“. Hier wird aus einer zeitlichen Abfolge (Ereignis A passiert vor Ereignis B) auf einen ursächlichen Zusammenhang geschlossen, ohne dass dafür Beweise vorliegen.
Appeal to Emotion (Berufung auf Gefühle): Statt sachlicher Argumente werden emotionale Appelle (z. B. Mitleid, Angst, Schuldgefühle) verwendet, um zu überzeugen.
Falsches Dilemma: Es werden nur zwei extreme Möglichkeiten dargestellt, als ob es keine weiteren Optionen gäbe. Auf diese Weise wird eine verzerrte „Entweder-oder-Situation“ erzeugt.
Quelle: LB / Chat-GPT
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10 Geschichten mit Fehlschlüssen
10 Kurzgeschichten. Was ist der Fehlschluss?
1. Geschichte
Lisa hat beobachtet, dass immer dann, wenn sie ihre Lieblingskappe trägt, die Sonne scheint. Deshalb ist sie überzeugt, dass das Tragen der Kappe das sonnige Wetter hervorruft.
2. Geschichte
Tim hatte am Abend vor seiner Matheprüfung einen grünen Smoothie getrunken. Am nächsten Tag schrieb er eine Eins. Jetzt glaubt er fest daran, dass ihm der Smoothie die gute Note eingebracht hat.
3. Geschichte
Aylin meint in der Diskussion über Verkehrspolitik, man solle mehr Fahrradwege ausbauen, um den Autoverkehr zu reduzieren. Leon erwidert: „Aylin will, dass Autos komplett verboten werden. Dann können wir ja gleich nur noch mit dem Fahrrad überall hinfahren!“
4. Geschichte
Julia hinterfragt eine wissenschaftliche Studie zum Klimawandel. Tom sagt daraufhin: „Du hast ja selbst in der Schule immer schlechte Noten in Physik gehabt. Wie willst du das überhaupt beurteilen können?“
5. Geschichte
Ming sagt, sie fände es gut, wenn wir die Ladenöffnungszeiten sonntags minimal erweitern. Daraufhin entgegnet Paul: „Wenn wir das erlauben, haben wir bald jeden Tag 24-Stunden-Läden. Und dann wird am Ende niemand mehr Zeit für seine Familie haben!“
6. Geschichte
Jonas sagt: „Entweder wir bauen sofort Atomkraftwerke auf jedem freien Fleck, oder unsere Stromversorgung bricht komplett zusammen. Anders geht es nicht!“
7. Geschichte
Salma argumentiert: „Mein Nachbar ist Arzt und meint, dass elektrische Autos alle schlimmer sind als Diesel. Er muss es schließlich wissen!“
8. Geschichte
Jeremy hat zwei neue Physik-Bücher gekauft, die beide kompliziert geschrieben sind. Er sagt: „Alle Physik-Bücher sind unverständlich!“
9. Geschichte
Eine Politikerin wirbt in ihrer Rede: „Wenn ihr gegen unseren Vorschlag stimmt, zeigt ihr, dass ihr die Menschen im Regen stehen lassen wollt. Denkt doch an die armen Familien!“
10. Geschichte
Der Lehrer sagt: „Die Theorie X ist richtig, weil sie wahr ist. Und dass sie wahr ist, wissen wir, weil sie ja schließlich richtig ist.“
Quelle: LB / Chat-GPT
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Vom Warum zum Wie
Das „Wie“ können wir sicher sagen. Das „Warum“ oft nicht. Wandeln Sie die folgende Sätze um, dass sie mit „Wie“ beginnen.
- Warum fallen Sternschnuppen vom Himmel?
- Warum wechseln die Lampen der Ampeln die Farbe?
- Warum ist Gras grün?
- Warum gibt es Staub in Zimmerecken?
- Warum geht der Schlüssel manchmal nicht ins Schloss?
- Warum haben wir fünf Finger?
- Warum hat ein Seestern fünf Arme?
- Warum hat eine Spinne 8 Beine?
- Warum rinnt Wasser nach unten?
- Warum rinnt es manchmal hoch? (In dünnen Röhrchen, in Bäumen)
- Warum ist die Banane gelb?
- Warum machen Sie das hier?
- Warum sind Sie hier?
- Warum wird es bald dunkel?
- Warum klebt Klebstoff?
- Warum singt der Vogel?
- Warum singt dieser Vogel nicht?
- Warum gehen durch die Türen hier durchschnittlich genau so viele Leute rein wie raus?
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